SPD - 150 Jahre / Zeittafel

ZEITTAFEL 1863 – 2013 (aus Vorwärts 02 / 2013) ergänzt durch SPD Geschichte Hechingen
1863
• Gründung des "Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins" (ADAV) in Leipzig. Ferdinand Lassalle wird zum Präsidenten gewählt
- Begründung der Sozialdemokratie
1864
• Ferdinand Lassalle stirbt
1867
• August Bebel und Wilhelm Liebknecht werden in den Norddeutschen Reichstag gewählt
1869
• Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) in Eisenach, auf Initiative von August Bebel und Wilhelm Liebknecht
1875
• Einigungsparteitag von ADAV (Lasalleaner) und SDAP (Eisenacher") in Gotha und Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP). Verabschiedung des "Gothaer Programms"
1876
• Der „Vorwärts“,
das „Central-Organ der Sozialdemokratie Deutschlands“, erscheint erstmals in Leipzig
1877
• Reichtagswahl: Mit fast 500000 Stimmen und 13 Mandaten erreicht die SAP ihr bisher bestes Ergebnis
1878
• Der Reichstag verabschiedet das Gesetz „wider die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“. Verbot der SAP
1890
• Reichstagswahl: Die SAP erhält 1,4 Millionen Stimmen und wird damit von den Wählerzahlen her stärkste Partei, hat aber wegen des Dreiklassenwahlrechts nur 35 Mandate
• Das Sozialistengesetz wird außer Kraft gesetzt.
• Parteitag in Halle: Umbenennung in
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
1891
• Der SPD-Parteitag beschließt das „Erfurter Programm“

1894 in Hechingen
• Wilhelm Blos, er wird 1918, nach dem Abdanken König Wilhelm II von Württemberg, Regierungschef in Württemberg, hält in der Restauration „Zur Kaiserburg“ einen Vortrag und wirbt für die Sozialdemokratie. Das Auftreten von Wilhelm Blos ist wohl die Initialzündung zur Gründung des „Arbeiterverein“, Mitglied im „Sozialdemokratischer Verein“ für Hechingen und Umgebung. Die Gründung erfolgt am 07. Juni 1894, Satzung und Gründungsmitgliederliste werden am 11. Juni 1894 bei dem „Wohllöbliches Stadtschultheissenamt“ eingereicht.
• Alle Informationen zur Geschichte der SPD in Hechingen, findet man in der Festschrift „100 Jahre SPD Ortsverein Hechingen“
1892
• Wahl August BebeIs zum Parteivorsitzenden neben Paul Singer
und Hugo Haase.
1898
• Reichstagswahl: Die SPD gewinnt erstmals über 2 Millionen Stimmen und 56 Mandate.
1899
• Auseinandersetzungen auf dem Parteitag in Hannover über den Revisionismus.
1903
• Der Parteitag in Dresden verurteilt den Revisionismus
• Reichstagswahl: Mit über 3 Millionen Stimmen und 81 Mandaten erreicht die SPD ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Reichstagswahl
1906
• Mannheimer Abkommen: Gewerkschaften sollen über Streiks entscheiden, Absage an den politischen Massenstreik
1912
• Reichstagswahl: Die SPD kommt auf 4,25 Millionen Stimmen
(34,8 Prozent) und wird mit 110 Sitzen stärkste Fraktion im Reichstag.
1913
• August Bebel stirbt.
1914
• Die SPD-Reichstagsfraktion billigt die Kriegskredite
1916
• Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gründen die Spartakusgruppe
• Die Reichstagsfraktion der SPD spaltet sich, die Kriegsgegner bilden die „Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft“.
1917
• Gründung der „Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ (USPD).
1918
• Reichskanzler Max von Baden übergibt die Regierungsgeschäfte an den Vorsitzenden der SPD, Friedrich Ebert.
Philipp Scheidemann ruft die "Deutsche Republik" aus.
• Revolutionsregierung des Rates der Volksbeauftragten
aus MSPD und USPD.

1919
• Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht werden ermordet.
• Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung:
Die SPD siegt und kommt auf 39, 7 Prozent.
• Friedrich Ebert wird Reichspräsident
• Philipp Scheidemann bildet die erste Weimarer Koalitionsregierung aus SPD, DDP und Zentrum.
1920
• Kapp-Putsch.
Der von SPD und Gewerkschaften ausgerufene Generalstreik bringt den Putsch zum Scheitern.
• Reichstagswahl:
Wahlniederlage der SPD, die nur noch 21,6 Prozent der Stimmen erhält, die USPD steigert sich auf18 Prozent. Die SPD geht in die Opposition.
• Spaltung der USPD, der linke Flügel vereinigt sich mit der KPD
1921
• Der SPD-Parteitag beschließt das „Görlitzer Programm".
1922
• Wiedervereinigung mit den Resten der USPD.
1925
• Tod Friedrich Eberts.
• Paul von Hindenburg wird Reichspräsident, der von der SPD und den Weimarer Demokraten unterstützte Zentrums-Politiker Wilhelm Marx scheitert.
• Der SPD-Parteitag beschließt das „Heidelberger Programm“
1928
• Reichstagswahl:
Die SPD siegt und bildet unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD) eine Große Koalition.
1930
• Die Große Koalition unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD) zerbricht.
• Die SPD toleriert die Regierung Heinrich Brüning

1931
• Der linke Flügel der SPD spaltet sich ab und gründet die „Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands“ (SAP)
• Gründung der „Eisernen Front“ aus SPD, Allgemeinem Deutschen Gewerkschaftsbund, Reichsbanner und Arbeitersportverbänden zur Abwehr der Faschisten.
1932
• Die SPD unterstützt die Wiederwahl Paul von Hindenburgs zum Reichspräsidenten
1933
• Die SPD-Fraktion im Reichstag lehnt das Ermächtigungsgesetz Hitlers ab, Rede von Otto Wels.
• Verbot der SPD durch die Nazis, Verfolgung, Emigration und Ermordung tausender Parteimitglieder.
1934
• Prager Manifest der Exil-SPD (SOPADE).
1939
• Tod von Otto Wels, SOPADE-Vorsitzender in Paris
1945
• In Hannover treffen sich Sozialdemokraten um Kurt Schumacher und beschließen die Wiedergründung der SPD.
1946
• Zwangsvereinigung von KPD und SPD in der sowjetischen Besatzungszone zur „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ (SED)
• Kurt Schumacher wird auf dem Parteitag in Hannover zum
SPD-Vorsitzenden in den Westzonen gewählt.
1949
• Der Parlamentarische Rat verabschiedet mit den Stimmen der SPD das Grundgesetz.
• Bundestagswahl:
Die SPD verliert die erste Wahl und wird nur zweitstärkste Kraft hinter der CDU/CSU, Kurt Schumacher wird Oppositionsführer.
1952
• Kurt Schumacher stirbt,
Erich Ollenhauer wird SPD-Vorsitzender; der Parteitag beschließt das „Dortmunder Aktionsprogramm“

1953
• Bundestagswahl: Die SPD verliert klar.
1957
• Die "Gesamtdeutsche Volkspartei" empfiehlt ihren Mitgliedern den Beitritt zur SPD
• Bundestagswahl: Die SPD legt zu, bleibt aber in der Opposition.
1958
• Der Stuttgarter Parteitag bestätigt ein vom Parteivorstand gewähltes Präsidium.
1959
• Der SPD-Parteitag verabschiedet das „Godesberger Programm“
1960
• Herbert Wehner fordert eine gemeinsame Außenpolitik von Regierung und Opposition auf der Grundlage der Westbindung.
1961
• Bundestagwahl: Die SPD legt zu, bleibt aber in der Opposition
1964
• Wil!y Brandt wird Parteichef nach dem Tod Erich Ollenhauers.
1965
• Bundestagswahl: Trotz weiterer Stimmengewinne bleibt die SPD in der Opposition
1966
• Große Koalition aus CDU/CSU und SPD
1969
• Gustav Heinemann (SPD) wird erster sozialdemokratischer Bundespräsident
• Bundestagswahl: Die SPD siegt, Willy Brandt wird Bundeskanzler einer SPD/FDP-Koalition.
1970
• Neue Ostpolitik, Brandts Kniefall von Warschau
1971
• Friedensnobelpreis für Willy Brandt
1972
• Misstrauensvotum der CDU/CSU gegen Bundeskanzler Brandt scheitert.
• Neuwahlen zum Bundestag: Die SPD wird erstmals stärkste Fraktion
1974
• Rücktritt Brandts als Bundeskanzler wegen der Guillaume-Affäre.
• Helmut Schmidt wird Bundeskanzler.
1976
• Bundestagswahl:
Knapper 5PD-Sieg trotz Verlusten, Helmut Schmidt bleibt Kanzler
1980
• Bundestagswahl:
Klarer SPD-Sieg von Bundeskanzler Helmut Schmidt gegen
CSU-Kanzlerkandidat Franz-Josef Strauß.
1982
• Ende der sozial-liberalen Koalition, Helmut Schmidt wird von
CDU/CSU/ FDP gestürzt, Helmut Kohl wird Kanzler
1983
• Neuwahl zum Bundestag:
Klare SPD-Niederlage, Hans-Jochen Vogel wird Oppositionsführer.
• Der SPD-Parteitag in Köln lehnt mit großer Mehrheit die Nachrüstung mit US-Mittelstreckenraketen ab.
1985
• Erste rot-grüne Landesregierung in Hessen unter Holger Börner (SPD).
1986
• Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl beschließt der SPD-Parteitag den Ausstieg aus der Atomenergie.
1987
• Bundestagswahl: SPD-Niederlage.
• Rücktritt Willy Brandts als SPD-Vorsitzender; Hans-Jochen Vogel wird sein Nachfolger.
1989
• Geheime Gründung der „Sozialdemokratischen Partei der DDR“.
• Der SPD-Parteitag beschließt das „Berliner Programm“.
1990
• Vereinigung von ost- und westdeutscher zur nun wieder gesamt deutschen SPD.
• Schwere SPD-Niederlage bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl.

1992
• Tod von Willy Brandt.
1993
• SPD-Mitgliederbefragung: Rudolf Scharping wird SPD-Vorsitzender.
1994
• Bundestagswahl:
Trotz Stimmengewinnen bleibt die SPD in der Opposition
1995
• Mannheimer Parteitag:
Oskar Lafontaine übernimmt den SPD-Vorsitz.
1998
• SPD-Wahlsieg bei der Bundestagswahl: Die SPD wird stärkste Fraktion, Gerhard Schröder Bundeskanzler einer rot-grünen Regierung
• Erste rot-rote Koalitionsregierung auf Landesebene in
Mecklenburg-Vorpommern unter Ministerpräsident
Harald Ringstorff (SPD).
1999
• Rücktritt Oskar Lafontaines von allen Ämtern:
Gerhard Schröder wird SPD-Vorsitzender.
• Mit Johannes Rau wird zum zweiten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ein Sozialdemokrat Bundespräsident
2000
• Einigung zwischen Bundeskanzler Schröder und den großen Energieunternehmen auf den Ausstieg aus der Atomkraft.
2002
• Bundestagswahl:
SPD-Wahlsieg, Fortsetzung der Regierung Schröder
2003
• Bundeskanzler Schröder stellt die „Agenda 2010“ vor.
2005
• Neuwahlen zum Bundestag: Große Koalition aus CDU/CSU und SPD
2007
• Der SPD-Parteitag beschließt das „Hamburger Programm“

2009
• Bundestagswahl:
Schwere Niederlage der SPD, die Partei erzielt mit 23,0 Prozent das schlechteste Wahlergebnis seit 1949, Frank-Walter Steinmeier wird Oppositionsführer; Sigmar Gabriel SPD-Vorsitzender.
2011
• Parteireform: Abschaffung des Präsidiums, Ersatz des Parteirates durch den Konvent.
2012
• Peer Steinbrück wird SPD-Kanzlerkandidat.

 

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